Auszeichnungen

Prof. Dr. Christoph Klein mit dem Dr. Josef Steiner Preis ausgezeichnet

19.10.2011 -

Prof. Dr. Christoph Klein ist mit dem renomierten Dr. Josef Steiner Preis ausgezeichnet worden. Der Regensburger Wissenschaftler erhielt den mit einer Millionen Schweizer Franken (ca. 800.000 €) dotierten Preis für seine Grundlagenforschung im Bereich der Metastasierung von Krebszellen.

Die Schweizer Dr. Josef Steiner Krebsstiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, hervorragende Krebsforschung, die im biologischen, grundlagenmedizinischen, klinisch-diagnostischen oder therapeutischen Bereich geleistet wird, auszuzeichnen. In diesem Jahr wurde der Regensburger Wissenschaftler Prof. Dr. Christoph Klein vom Lehrstuhl für Experimentelle Medizin und Therapieverfahren der Universität Regensburg mit dem, auch als ‚Nobelpreis der Krebsforschung‘ bekannten Preis, ausgezeichnet.

Geehrt wurde er für seine Grundlagenforschung, die sich mit der Suche und Charakterisierung der Gründerzellen von Metastasen auseinander setzt.

Die Ansiedlung von Tochtergeschwülsten, so genannten Metastasen, eines malignen Tumors ist oft das Todesurteil für einen Krebspatienten. Jahrzehnte der Krebsforschung haben bislang nur wenig an dieser Tatsache ändern können. Leider sind bis heute die Therapieerfolge bei vielen Krebsarten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung enttäuschend geblieben. Deswegen bemüht sich die Forschung, eine vorliegende Krebserkrankung schon im Anfangsstadium zu diagnostizieren und durch frühzeitige Therapie die Heilungschancen zu verbessern.

Bei vielen Krebsarten wird frühzeitig zusätzlich zur operativen Tumorentfernung eine chemotoxische Therapie, besser bekannt als Chemotherapie, durchgeführt, mit dem Ziel, etwaige im Körper des Patienten verstreut vorliegende Tumorzellen zu vernichten. Es hat sich gezeigt, dass selbst Jahre bis Jahrzehnte nach einer erfolgreichen Operation noch Metastasen entstehen können.

Ziel der Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Christoph Klein ist es, dieses latente Stadium einer systematischen Krebserkrankung zu erforschen und zu verstehen, in welchem Zustand die gestreuten Tumorzellen in den Organen vorliegen, welche Signalwege sie benutzen, um zu überleben und sich mit einer fremden, zum Teil feindlichen Umgebung zu arrangieren und wie diese „schlafenden" Tumorzellen schließlich zu einer lebensbedrohlichen Metastase heranwachsen.

Die Antworten auf diese Fragen sollen helfen, neue Medikamente zu entwickeln oder vorhandene anders und gezielter zu nutzen, um die Entstehung von Metastasen zu verhindern.

Der Dr. Josef Steiner Preis ist mit einer Millionen Schweizer Franken (etwa 800.000 €) dotiert. Prof. Klein teilt sich den Preis mit dem Berner Zellbiologen Eduardo Moreno.

 

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